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Was müssen Sie im Schlaflabor machen, was wird erforscht?

Submitted by on Februar 3, 2011 – 4:18 pmNo Comment

Wie bereits oben beschrieben, ist es möglich die Zusammenhänge zwischen Trauminhalt und Physiologie zu erforschen. Dazu bedient man sich der Augenbewegungen, mit denen geübte Klarträumer/innen konkrete Ereignisse im Klartraum markieren können. Lesen Sie ein Klartraumbeispiel:

„Ich bin im Schlaflabor und schaue in eine Schublade. Ich erinnere mich daran, dass ich etwas Bestimmtes suchen wollte, und nehme einen Zettel in die Hand. Ich blicke nach rechts und sehe N., der mich anlacht. Neben ihm sitzt S., der ebenfalls lächelt. Das Grinsen der Beiden lässt mich irgendwie vermuten, dass ich träume. Ich schaue zurück auf meine Hand und statt des Zettels halte ich jetzt zwei Scheiben Salami in der Hand. Ich werde aufgeregt, da ich jetzt weiß, dass ich träume. Ich mache eine Links-Rechts-Links-Rechts-Augenbewegung (LRLR) und erinnere mich an die Aufgabe, die ich im Traum machen soll. Dazu setze ich mich auf den Boden und gebe ein weiteres LRLR und beginne die rechte Hand viermal zu öffnen und zu schließen. Ich mache ein weiteres LRLR und öffne und schließe nun viermal die linke Hand. Ich merke, dass ich aufwache, und gebe ein letztes Mal eine LRLR, bevor ich wach werde.“

Während dieses Traums wurden gleichzeitig die Gehirnwellen des Versuchsteilnehmers aufgezeichnet. In der späteren Analyse zeigten sich dann in den Sequenzen mit Handbewegung Aktivitäten über den motorischen Zentren des Gehirns. Was für einen engen physiologischen Zusammenhang zwischen geträumter und tatsächlicher Bewegung spricht.

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Bild: Klarträumer im Schlaflabor des Zentral Instituts für Seelische Gesundheit in Mannheim. (Erlacher)

Don_Klar

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