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Wie wird Schlaf gemessen?

Submitted by on Januar 5, 2011 – 6:17 pmNo Comment

Im Schlaflabor richtet sich seit 2007 die Ableitung nach dem Manual der amerikanischen Akademie für Schlafmedizin (AASM), Rechtschaffen und Kales ist deshalb nicht mehr aktuell, wobei sich nicht so viel getan hat.
Inzwischen ist empfohlen drei EEG-Ableitung zu plazieren, da es vorne und hinten am Kopf bei K-Komplexen und Alphawellen unterschiedlich starke Ausprägungen gibt. Eine Elektrode reicht jedoch für die globale Einschätzung des Schlaf-EEGs aus. Insgesamt werden nach AASM nur noch vier SChlafphasen:

Stadium N1: „…low voltage EEG with mixed frequency, mainly theta activity and alpha activity of less than 50% of the scoring epoch.  It may also contain EEG vertex waves and slow rolling eye movements, no sleep spindles, K complexes, or REMs.“ Also: Nachlassen der schneller Hirnfrequenzen (Alpha-Drop-out) und rollende Augenbewegung und nachlassen des EMG.

Stadium N2: „…presence of sleep spindles and K complexes present in a relatively low voltage, mixed frequency EEG background“ Also: K-Komplexe und Schlafspindel (recht gut durch entsprechende Algorithmen zu erkennen)

Stadium N3: „…EEG waves less than two cps  and more than 75 microvolts over the frontal region…“ Deltaschlaf, also langsame Frequenzen (<2Hz) und Amplituden größer als 75 Mikrovolt.

Stadium R: „…The EEG is low voltage, mixed frequency, and has no alpha rhythm.  Sawtooth waves are often seen, characterized as trains of sharply contoured, often serrated theta frequency waves maximal in amplitude over the central head regions… Rapid eye movements occur … The baseline chin EMG tone is no higher than in any other sleep stage and is usually at the lowest level of the entire recording.  There are often short bursts of EMG activity superimposed on the low EMG tone, called phasic bursts“

In der Schlafforschung werden für die Augenbewegungen zwei Kanäle verwendet. Der Grund ist einfach: Nur bei Gegenläufigen Ausschlägen kann man tatsächlich von Augenbewegungen sprechen, Gleichläufige Ausschläge sind dann Hirnaktivität oder Störungen. Ein 1-Kanal-Gerät kann also nie Augenbewegungen von Deltawellen unterscheiden.

Auch der Muskeltonus ist eine wichtige Hilfe, um ein Schlafstadium einzuschätzen.

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Bild: Elektrode für die Messung von Gehirnwellen, angebracht auf dem Kopf (Erlacher).

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